Wochenend und Sonnenschein – Dockville 2010

von /the weekender!

Am Freitag reifte sehr spontan der Entschluss, am Samstag das Dockville Festival zu besuchen. Mit Cats On Fire, Seabear, Kitty, Daisy & Lewis, Friska Viljor und Harlem waren sogar einige Interessante Bands dabei.

Grosse Festivals mag ich überhaupt nicht, weil die Gefahr gross ist, dass sich die guten Bands überschneiden oder einem irgendwelche Teenies auf die Schuhe kotzen.  Deshalb war klar, dass ein Hotelzimmer gebucht wird.  So einfach ist das am Freitag Nachmittag übrigens nicht. Schliesslich wurde eines gefunden. Zwar in der Innenstadt, aber immer noch besser als Zelten.

Die Hinfahrt verlief etwas schleppend, aber schliesslich kamen wir an. Ab ins Hotel, frischgemacht, ab ins Auto und zum Festivalgelände gebraust. Tagestickets gab es noch genug und wir kamen genau richtig zu Seabear. Eine ganz tolle Band, die ich beim letzten Mal leider aufgrund einer Grippe verpasst habe.

Als der wirklich schöne Auftritt vorbei war, wurde es auch schon zeit sich zur anderen Bühne zu begeben, wo Cats On Fire im Begriff waren zu spielen.

Die Band verfolge ich ja schon seit ihren Anfängen und habe sie bereits mehrfach live gesehen. Wie ich hier schrieb, hatte ich ja insgeheim gehofft, sie seien in Berlin die Überraschungsband beim Popfest. Da dem nicht so war, freute ich mich besonders, die Songs mal wieder live zu hören. Musikalisch war die Band wie immer top. Was allerdings die Bühnenshow angeht, kann ich mich nur darüber wundern, dass die Band sich immer darüber ärgert, mit den Smiths verglichen zu werden. Ist doch kein Wunder, dass dieser Vergleich gezogen wird, wenn der Sänger wirklich sämtliche Posen von Morrissey drauf hat. Teilweise waren die Verrenkungen schon etwas bizarr, aber das sind sie bei Morrissey auch und wer kein Selbstdarsteller ist, der wird nicht Sänger in einer Band. Cats On Fire gehören jedenfalls seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsbands, egal, wenn sie zitieren. Das haben sie mit diesem Auftritt nochmal untermauert.

Als nächste Band stand Friska Viljor auf dem Programm. Viel wilder als auf den Platten, aber richtig gut fand ich die. Haben auch alles gegeben, die Schweden.

Bei Kitty, Daisy & Lewis war es wider erwarten extrem voll und ich kam nicht mal ansatzweise an die Bühne.  Schade. Neben den bekannten Songs spielte die Band auch ein paar Ska-Klassiker. Dafür kam ein Gast aus Jamaica auf die Bühne, dessen Namen ich leider nicht verstanden habe und den ich auch aufgrund der Entfernung nicht richtig erkennen konnte. Sachdienstliche Hinweise zur Identität dieser Person sind herzlich wilkommen.

Danach gings erstmal für ein kleines Schläfchen ins Hotel. Dieses dauerte allerdings länger als geplant und man war zum Auftritt der Klaxons wieder vor Ort. Sollte der einzige Deutschlandauftritt sein. Da war es aber so voll, dass ich mich lieber mit netten Menschen unterhielt. Klang aber so, als sei es gut gewesen. Anschliessen liess man den Abend beim Revolver Club ausklingen.

Sonntag wurde noch etwas durch Hamburg gebummelt, bevor es wieder zurück ging. Hat Spass gemacht ! Einzig und allein an der Taxi-Situation könnte man arbeiten.

Zu guter Letzt noch ein Video vom Cats On Fire-Gig.

[Vimeo 14245764]

Share